Oelcheck.de Erfahrung

Ich kontrolliere bei meinem Auto alle zwei Wochen den Ölstand und dabei ist mir aufgefallen, dass das Öl in den letzten zwei Monaten ziemlich schnell stark schwarz geworden ist und nach Abgas riecht. Der letzte Ölwechsel wurde bei 37.000 Kilometer gemacht. Nun habe ich 50.000 Kilometer drauf.
Ich habe durch die schnelle Verfärbung, dem (eingebildeten?) Geruch und mit Hilfe des Internets natürlich wieder richtig Panik geschoben und war gefühlt kurz vorm Motorschaden.

Durch ein ChrisFix Video (🖇️ 🔐) wusste ich, dass die Firma Blackstone Ölanalysen anbietet. Zumindest für den US Markt. Aber ich war mir sicher, dass es auch Firmen in Deutschland geben muss, die diese Dienstleistung anbieten. Es gibt genau eine, die auch das Öl von Privatpersonen analysiert: Die OELCHECK GmbH (🖇️ 🔐) .

All-Inclusive Analyseset

Oelcheck.de bietet sogenannte All-Inclusive Analysesets in Form eines kleinen Kartons an. Darin enthalten sind:

Der Inhalt der Sets ist immer gleich. Lediglich die Deckelfarbe ändet sich und gibt den Analysegrad an. Das günstigste Set (weiß) kostet 41 € Netto. Ja, die Preise werden in Netto ausgewiesen, da sich das Angebot hauptsächlich an Firmen richtet.

Ich empfehle aus dem Zubehör das Ölentnahme-Set bestehend aus einer Aufziehspritze und einem einen Meter langen Schlauch für 2,50 € mitzubestellen. Das weiße Set + Entnahme-Zubehör kostet mit Mehrwertsteuer genau 51,77 €.
Bezahlt wird via Rechnung.

Ablauf

Das Öl sollte frisch gezapft sein. Also das Auto warm fahren und dann gerade abstellen. Nach dem abschalten des Motors sollte man fünf Minuten warten, damit das Öl zurücklaufen kann. Frischer geht es nicht.
Überall da, wo man mit dem Öl hantiert, sollte man mit Küchentuch abdecken.

Am Anfang hab ich versucht den Schlauch in den Öldeckel rein zu bekommen. Leider hat Opel da ein Gitter davor gebaut, sodass der Schlauch nicht vorbei geschoben werden kann. Wichtig ist dass man nicht mit Gewalt arbeitet. Abrieb vom Schlauch im Öl ist nicht gerade hilfreich.
Also habe ich am Kontrollzugang das Öl abgezapft. Ölpeilstab also raus und den Schlauch sachte reinschieben. Nach zwei Zügen war das Gefäß zu zwei drittel voll.

Deckel drauf, Ölpeilstab wieder rein und den Öldeckel oben wieder drauf. Das Gefäß ist nun mit noch heißem Öl gefüllt. Ich habe das Gefäß dann mit gelockertem Deckel stehen lassen, sodass es abkühlen konnte. Erst dann habe ich den Deckel fest zugeschraubt. Während das Öl abkühlt kann man den Probenbegleitschein ausfüllen.

Den Probenbegleitschein kann man auch online ausfüllen. Das habe ich auch gemacht. Die Webanwendung dazu ist aber nicht sonderlich Benutzerfreundlich. Mir ist es passiert, dass ich die SAE Norm (5W-30) nicht eingegeben hab. Auf dem Begleitschein gibt man dann an, dass man alles online ausgefüllt hat.

Auf die Versandtasche klebt man das UPS Sendelabel auf den dafür vorgesehenen Platz und kreuzt die Angaben an. Danach steckt man auf die eine Seite die Ölprobe und klebt die Tasche zu. Auf der Rückseite steckt man den Begleitschein rein. Das alles bringt man zu UPS. Das Porto für den Rückversand ist schon bezahlt.

Beim “spielen” mit dem heißen und “kalten Öl ist mir aufgefallen, dass die Konsistenz sich nicht geändert hat. Es war beide male flüssig wie Wasser. Ich hätte erwartet, dass es im “kalten” Zustand eher wie Olivenöl fliest.
Das hat meiner Angst natürlich nicht gerade gelindert.

Ergebnis

Ich habe das Paket am Mittwoch, den 09.05.2018 bestellt. Am Donnerstag war dann ein Feiertag und am Freitag war schon das Paket da. Ich hab am selben Tag noch das Öl abgezapft und an UPS übergeben. Heute am Dienstag, den 15.05.2018 hatte ich schon das Ergebnis:

Die Verschleißwerte liegen innerhalb des normalen Bereiches. Sie haben uns die Ölbezeichnung nicht angegeben. Damit fehlen vergleichende Frischölwerte und mögliche Veränderungen der Additive und des IR-Spektrum können nicht oder nur unter Vorbehalt kommentiert werden. Viskosität, Additivierung und Infrarotspektrum dieser Probe sind typisch für ein Mehrbereichs-Motorenöl. Viskosität und Viskositätsindex VI sind typisch für ein Öl der SAE-Klasse 5W-30. Zur zweifelsfreien Identifikation der Winterklasse ist jedoch eine Messung der Tieftemperatur-Viskosität (CCS) notwendig. Alle übrigen ermittelten Daten liegen innerhalb der zulässigen oder erwarteten Werte. Die Analysenwerte zeigen: Ein Ölwechsel ist derzeit nicht notwendig. Ich rate Ihnen: Bitte senden Sie uns eine weitere Ölprobe nach ca. 5.000 km zur Beobachtung des Trendverhaltens.

Der gesamte Bericht als Bild:

Im August habe ich den nächsten Service Termin mit Ölwechsel. Im Dezember/Januar werde ich dann noch eine Probe analysieren lassen.


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