Apemen Wildkamera H65 Review

Meine Oma wollte wissen welche Viecher täglich die Terrasse und andere Orte rund ums Haus besuchen. Eine Wildtierkamera musste also her. Ich habe mich für eine relativ günstige von Apeman entschieden und durch einen Amazon Prime Deal nur 75 € bezahlt. Regulär kostet die Kamera ca. 90 €. Die Preisspanne geht bei solchen Produkten von 60 € bis 600 €.

Ich habe die Kamera nun ca. einen Monat im Einsatz und an diversen Orten ausprobiert und möchte euch meine subjektive Meinung zum Produkt mitteilen.

Gehäuse

Das Gehäuse ist IP 54 genormt und somit Spritzwassergeschützt. Starker Regen gefährdet somit nicht die Elektronik. Stellt man die Kamera falsch auf, dann kann es zu Wasseransammlungen vor der Linse kommen, da sich dieses bedingt durch die Oberlächenspannung in der Aussparung sammelt. Das Ergebnis sind dann unscharfe (wegen falscher fokusierung) oder verwaschene Bilder. Über die korrekte Positionierung kommt aber noch ein eigenes Segment weiter unten.
Die Rückseite ist in schwarz gehalten. Die Vorderseite hat eine Tarnmuster.

An der Vorderseite ist die Kameralinse, ein Blitz aus 42 schwarzen LEDs, eine rote LED, eine blaue LED und drei PIR Bewegungssensoren. Der Blitz wird in der Nacht verwendet und soll weder für Mensch noch für Tier sichtbar sein. Die rote LED und die blaue LED werden nur im Test-Modus verwendet, aber dazu später mehr.
Mit Hilfe der Bewegungssensoren wird beim erkennen einer Bewegung das Foto oder Video ausgelöst.

An der Rückseite ist eine Halterung um die Kamera an runden Objekten (wie zum Beispiel einen Baum) festzubinden. Ein geeignetes Band ist im Lieferumfang dabei. Zusätzlich befindet sich an der Unterseite eine Bohrung für eine 1/4 Zoll Schraube, die die Montage auf einem Stativ ermöglicht. Im Lieferumfang ist auch eine Halterung dabei, die man mit drei Schrauben irgendwo festmachen kann. Allerdings ist die Kamera für die Feststellschraube zu schwer und nach kurzer Zeit hängt die Kamera komplett schief.

Das Gehäuse besteht eigentlich aus zwei Teilen, die durch ein Scharnier wie ein Buch aufgeklappt werden können. An der Seite befinden sich zwei Klemmen, mit der beide spritzwassergeschützt verschlossen werden können. Innen befindet sich dann das Display mit den Bedienelementen und das Batteriefach. Für den Betrieb werden acht AA Batterien benötigt. Laut Hersteller soll eine Ladung mindestens sechs Monate Dauerbetrieb aushalten.
Eine Möglichkeit für ein Schloss ist ebenfalls vorhanden, der Schutzfaktor ist aber eher gering. Die Laschen sind aus dünnem Plastik und können ohne Werkzeug ganz einfach mit einem Stein abgebrochen werden.

Fotos und/oder Videos

Es gibt verschiedene Modi: Nur Foto, Nur Video und Foto und Video. Welche Modi einstellbar sind hängt von der verwendeten Bildgröße ab. Da muss man einfach ein bisschen spielen. Zum Beispiel kann man bei 12 Megapixel zwei Fotos hintereinander machen lassen. Stellt man 8 Megaxipel ein, dann gehen drei Bilder hintereinander usw. Zur Auswahl stehen drei Auflösungen: 12, 8 und 6 Megapixel. Die Auslösezeit zwischen den Bildern beträgt ca. eine Sekunde. Bei einer dreier Bilderserie deckt man quasi fünf Sekunden ab.
Videos können in Full HD (1080p) mit 30 Bildern pro Sekunde mit Ton aufgenommen werden. Bis zu 300 Sekunden kann ein Video betragen.

Am Tag werden farbige Fotos gemacht. In der Nacht oder bei Dämmerung werden schwarz-weiß Fotos gemacht. Dabei sollte man die Distanz von 15 Metern nicht überschreiben, weil man sonst nichts mehr erkennt. Beim positionieren sollte man den Weg der Sonne beachten und die Kamera dementsprechend ausrichten um eine Überbelichtung zu vermeiden.

Die Kamera hat drei Bewegungssensoren. Zusammen ergeben diese einen Überwachungswinkel von 120 °. Die Kamera nimmt im 40 ° Winkel auf. Läuft ein Tier in den äußeren Überwachungsbereich hinein, dann macht sich die Kamera bereit für die Aufnahme. Sobald es dann in den mittleren Erfassungsbereich läuft (also direkt vor die Linse) wird das Foto und/oder Video ausgelöst.
Die äußeren Bewegungssensoren lassen sich ausschalten.

Der optimale Aufstellstandort

Beim Aufstellen muss man ein bisschen Geduld mitbringen. Die Kamera hat einen sogenannten Testmodus, mit der man die Ausrichtung und den Erfassungsberech überprüfen kann. Man hängt die Kamera also zuerst an der Stelle in der entsprechenden Tierhöhe auf und verschließt das Gehäuse. Wird eine Bewegung erkannt, dann schießt die Wildtierkamera kein Foto, sondern die farbigen LEDs an der Vorderseite blinken.
Blinkt die rote LED, dann wurde im mittleren Erfassungsbereich eine Bewegung erkannt. Blinkt die blaue LED, dann wurde eine Bewegung im äußeren Erfassungsbereichen erkannt.

Die Kamera sollte ein bisschen nach unten geneigt werden und in Höhe des gewünschten Tieres gehängt werden. Durch die Neigung hat die Kamera immer einen Punkt zum fokusieren und Wasser bleibt nicht wie oben beschrieben in der Aussparung hängen.

Fazit

Ich und meine Oma sind von der Wildtierkamera überzeugt. Für ca. 90 € erhält man ein Gerät, dass für draußen geeignet ist und tolle Fotos und Videos macht. Das mitgelieferte Befestigungsband ermöglicht die schnelle Montage an vielen Objekten. Eine 16 GByte Speicherkarte kann auch sehr viele Fotos und Videos für einen längeren Zeitpunkt speichern.

Beispielbilder

Ein paar Bilder, die mit der Wildtierkamera gemacht wurden:

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