HP Office Jet 6700 – Scans direkt auf USB Stick speichern

Achtung! Dieser Artikel ist älter als ein Jahr. Der Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell!

Vor einiger Zeit habe ich auf Twitter den HP Support bezüglich des Speicherns von Bildern auf USB Sticks befragt. Ich hatte die Hoffnung, dass das Multifunktionsgerät ext4 erkennt. Meiner Meinung nach sollte das 2015 schon möglich sein. Ich wurde enttäuscht. Mehr oder weniger wurde ich jedoch auf die richtige Vorgehensweise hingewiesen. Der Link zum Tweet: https://twitter.com/DerVeloc1ty/status/580432675913232384

Ohne weiteres mit FAT32 zu formatieren und einstecken ist es aber nicht: Auf dem USB Stickt darf es keine Partitionstabelle geben. Ich musste also einen USB Stick sehr speziell herstellen.

Nullen des USB Sticks

Zu Beginn muss man das bestehende Dateisystem (falls vorhanden) kaputt machen. Das macht man am besten durch überschreiben der ersten Bits. Vorher sollte man aber prüfen, ob der Stick nicht irgendwo gemounted ist. Falls ja, dann zuerst unmounten.

Danach kann man mit dd die 0en auf den Stick schreiben. Ich arbeite hier als root-Benutzer.

Wichtig: Unbedingt prüfen welches Device File der USB Stick hat und dementsprechend den of-Parameter abändern!! Ich benutze hier absichtlich /dev/sda, damit kleine Guttenbergs‘ schlechte Laune bekommen:

:~$ dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=18M count=1 oflag=direct

Ich überschreibe hier nur die ersten 18 MByte. Das sollte reichen um die Partitionstabelle kaputt zu machen. Den USB Stick danach vom PC abziehen und wieder neu einstecken, damit der Kernel den USB Stickt neu analysiert und entsprechende Device-Files anlegt.

Erstellen des Dateisystems

Nach dem Einstecken sollte man wieder prüfen, welches Device-File der USB Stickt hat. Im Normalfall das selbe wie beim ersten Schritt. Ein mount sollte dieses mal nicht stattgefunden habe. Falls doch, dann hat beim ersten Schritt was nicht geklappt und man hat sich eventuell das Live-Dateisystem zerschossen. Haha, falls das so ist.

Nun muss ein FAT32 Dateisystem erstellt werden. Ja, wirklich! Kein NTFS, kein EXT4 oder von mir aus EXT2 – FAT32! Das Dateisystem von Microsoft, dass 1996 released wurde. Und der Drucker kann auch keine Partitionen erkennen – selbst wenn es nur eine gibt. Schön sieht anders aus.

Ein FAT-Filesystem-Programm liefert das DOSfs-Projekt. Man kann das Programm via apt installieren:

:~$ apt-get install dosfstools

Danach einfach via folgendem Befehl das Dateisystem draufbügeln.

Wichtig: Wieder unbedingt überprüfen, ob das richtige Device-File angegeben wird. Selbes Szenario wie beim 0en!

:~$ mkfs.fat -F 32 -I /dev/sda

Der Aufruf kurz erklärt:

Und nach einer kurzen Wartezeit ist der USB Stick auch schon fertig. Der HP Office Jet 6700 erkennt nun das Speichermedium und man kann nun direkt vom USB Stick drucken bzw. Scans auf den USB Stick speichern.

Further Reading

Screenshot vom Twitter-Link aus dem ersten Absatz:

twitter_hpsupport_officejet_6700_dateisystem


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