Hier habt ihr meine Daten und ich bezahle noch dafür

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Heutzutage wird unter dem Vorwand der „Wettbewerbsfähigkeit“ Arbeitsplätze gestrichen. Weniger Mitarbeiter können die selbe Arbeit doch auch leisten. Welcher normal denkender Mensch ist da andere Meinung?!? Der hat doch keine Ahnung …

Und genau so ist das auch in der Cloud. Natürlich kann man benötigte Leistung nicht einfach verkaufen, oder doch?!? Die Virtualisierungstechniken sind mittlerweile wirklich gut. Auf dem Markt für virtuelle Server tummeln sich mittlerweile mehrere Tausende – qualitativ sowie Preis-Leistungs-Mäßig hochwertige – Anbieter.

Wieso sollte man diesen Erfolg nicht auch in einer mittelständischen Firma einsetzen? Man besogt sich einen dicken Server und virtualisiert alle benötigten Server und Dienste. Benötigt zum Beispiel der Dateiserver am Tag mehr CPU Leistung und ein anderer Dienst nur in der Nacht kann man die Leistung einfach anpassen. Aus einem Dual- einen Quad-Core CPU machen einfach ausgedrückt und in der Nacht andersherum.

Schön. Unsere Fima hat nun eine gute Lösung gefunden. Doch nun haben wir einen weiteren Kostenfaktor gefunden: Der blöde Systemadministrator. Was macht der eigentlich den ganzen Tag … ach egal. Können wir den nicht wie im ersten Absatz unter einem gewissen Vorwand los werden ohne Einbußen?

„Work and Life with the Cloud“

Das Thema im Titel war das Thema der CeBIT 2011. Cloud Computing ist meiner Meinung nach der Nachfolger der „Online Festplatte“ mit einigen Erweiterungen. Im Gunde genommen hat man viele Themen einfach zusammenfefasst, damit man die Kosten für Werbung (Banner, Print usw) spart. Aufmerksame Leser finden hier wieder einen Bezug zum ersten Absatz.

Um die Kosten des Systemadministrators zu sparen hat man die gesamte IT zu Dritten ausgelagert. Somit hat man seine vollwertige IT (über das Internet ansprechbar) und einen monatlichen Festpreis. Handwareprobleme und Ausfälle werden dann von diesem Drittunternehmen diagnostiziert und behoben. Ein richtiger Vorteil, oder etwa nicht?

„Ähmm … Herr Huber, wieso haben die Chinesen Ihr neues, unveröffentliches Produkt bereits kopiert und vor Ihnen rausgebracht?“, fragte ein Bankangestellter den Firmenchef, als dieser um die Aufschiebung der Ratenzahlungen des Kredits bat. Im selbem Atemzug kam ich (der gefeuerte Sysadmin) durch die Tür und schrie: „Weil Ihr Vollidioten eure IT in die Hände eines chinesischen Drittanbieters abgegeben habt. Ich kann das aber voll Nachvollziehen! Ich mein, der war am billigsten! Herzlichen Glückwunsch zu eurer super Entscheidung!“

So schnell kanns gehen. Der Anbieter kann natürlich nicht haftbar gemacht werden, da Ausland.

Wie kann man sich also schützen

Ich hab da mal ein paar sinnvolle Vorschläge aufgeschrieben:

  1. Geld in die Hand nehmen

    Investierung in eigene Hardware in der Firma oder in einem anständigen Rechenzentrum. Dazu wählt man einen deutschen Standort und eine deutsche Firma aus, damit der deutsche Datenschutz gilt.

    Des weiteren braucht man qualifiziertes Personal, das auch angemessen bezahlt wird.

  2. Einhalten simpler Standards

    Dazu gehört zum Beispiel „Systeme aktuell halten“ und „Nur so viele Rechte verteilen wie benötigt“.

  3. Datenschutz = Geld

    Wenn der Datenschutz gewährleistet ist, sollte das klauen nicht möglich sein. Hierzu zählen nicht nur persönliche Daten sonder auch Geschäftsgeheimnisse usw.

  4. Kryptographie

    Selbterklärend

  5. Weiterbildung

4 Punkte, die man sich mal durchdenken sollte.


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